Süßstoffe: Wie ungesund sind sie wirklich?

Süßstoffe: Wie ungesund sind sie wirklich?

Viele Menschen ersetzen Zucker durch Süßstoffe, um Kalorien zu sparen, ihre Zahngesundheit zu schützen oder den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Doch welche Vorteile bieten Süßstoffe tatsächlich gegenüber Zucker? Während Zucker in vielen Studien mit Übergewicht, Karies und Stoffwechselerkrankungen in Verbindung gebracht wird, können Süßstoffe eine kalorienfreie Alternative sein. Sie sind vielseitig einsetzbar und kommen auch geschmacklich sehr nah an Zucker heran.

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Zuckerfreie Produkte, besonders zuckerfreie Getränke erleben einen regelrechten Hype in den letzten Jahren. Doch neben den offensichtlichen Vorzügen gegenüber Zucker ranken sich um die hilfreichen Produkte auch viele Mythen zu krebserregenden Stoffen, Insulin-Spikes und vielen weiteren Halbwahrheiten. Doch was hat es damit wirklich auf sich? Sind Süßstoffe der unbedenkliche Heilsbringer für Sportler, oder doch die versteckte Zeitbombe?

Was sind Süßstoffe?

Süßstoffe sind synthetische oder natürliche Verbindungen, die eine hohe Süßkraft besitzen und meist keine oder nur sehr wenige Kalorien enthalten. Sie unterscheiden sich von Zuckeraustauschstoffen wie Xylit oder Erythrit, die zwar weniger Kalorien als Zucker haben, aber trotzdem in den Stoffwechsel eingreifen. Bekannte synthetische Süßstoffe sind Aspartam, Sucralose, Acesulfam-K und Saccharin, während es auch natürliche Alternativen wie Stevia und Mönchsfrucht gibt.

Wie wirken Süßstoffe im Körper?

Süßstoffe binden an die Süßgeschmacksrezeptoren der Zunge und vermitteln einen intensiven, zuckerähnlichen Geschmack. Im Gegensatz zu Zucker werden sie jedoch kaum oder gar nicht verstoffwechselt, sodass sie den Blutzuckerspiegel nicht signifikant beeinflussen. Sucralose beispielsweise wird zu über 85 % unverändert ausgeschieden und hat daher keinen Einfluss auf den Blutzucker.

Die Süßkraft variiert je nach Süßstoff: Stevia ist etwa 200- bis 300-mal süßer als Zucker, Aspartam ca. 200-mal und Sucralose sogar bis zu 600-mal. Besonders beliebt ist Sucralose aufgrund ihres neutralen Geschmacksprofils.

Warum sind Süßstoffe besser als Zucker?

Süßstoffe bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber Zucker: Sie enthalten keine Kalorien, fördern keine Karies und verursachen keine Blutzuckerschwankungen. Zucker hingegen ist ein Hauptfaktor für Fettleibigkeit und metabolische Erkrankungen.

Einige Kritiker führen potenzielle Schadstoffe als Argument gegen Süßstoffe an. Tatsächlich kann Sucralose bei extrem hohen Temperaturen minimale Mengen chlorierter Nebenprodukte bilden – diese entstehen jedoch auch beim Räuchern, Grillen oder Braten von Lebensmitteln. Aspartam enthält Methanol, das gelegentlich als problematisch angesehen wird. Allerdings enthält beispielsweise ein Glas Tomatensaft 5- bis 6-mal mehr Methanol als ein mit Aspartam gesüßter Softdrink. Dies zeigt, dass Süßstoffe oft kritischer betrachtet werden als andere Lebensmittel mit vergleichbaren Inhaltsstoffen.

Gibt es gesundheitliche Risiken?

Aspartam stand lange im Verdacht, krebserregend zu sein, doch die wissenschaftliche Lage ist nicht eindeutig. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gibt es keine eindeutigen Beweise für ein erhöhtes Krebsrisiko. Allerdings wurde Aspartam 2023 von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft.

Sucralose hingegen gilt als besonders sicher und wird von internationalen Gesundheitsorganisationen, wie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der U.S. Food & Drug Administration (FDA) als unbedenklich eingestuft. Während Zucker nachweislich gesundheitliche Probleme wie Insulinresistenz und Fettleber fördert, gibt es bislang keine vergleichbaren negativen Effekte für Süßstoffe in normalen Verzehrmengen.

Fazit: Sollte man Süßstoffe verwenden?

Süßstoffe bieten klare Vorteile wie Kalorienreduktion und Kariesprävention, während ihre langfristigen Auswirkungen weiter erforscht werden. In üblichen Mengen genossen, stellen sie eine sinnvolle Alternative zu Zucker dar.

Um den Verzicht auf Zucker zu erleichtern und gleichzeitig die Proteinzufuhr zu erhöhen, haben wir die JUUZ Protein-Soda entwickelt. Wir verwenden Sucralose in einer geringen Menge von weit unter 0,1g pro Dose – das liegt mit einem tausendfachen Sicherheitsfaktor im für Menschen unbedenklichen Bereich. 

 

Literatur